Hi Jungs.
Nach meinem Motorumbau von 1.5 16V auf 1.9 16V habe ich ein riesengroßes Problem:
Der Motor verbraucht auf 50km je nach Fahrweise 2-3 Liter Öl! Im kalten Zustand qualmt
er hinten sogar derartig raus, das dass echt eine Verkehrsgefährdung darstellt, ohne Mist!
Damit es kein Roman wird, erstmal kurz und knapp ein paar Fakten:
- 1.9er Spendermotor wurde noch im Spenderfahrzeug geprüft. Hat weder Wasser, noch Öl verbrannt. Nicht gequalmt, geklappert, gejault oder sonstwas.
- 1.9er Spendermotor ausgebaut, Zylinderkopf demontiert und zum Motorenbauer verschickt (Ventile eingeschliffen, neue Schaftdichtungen, 3/10 geplant, Ein- und Auslasskanäle etwas bearbeitet)
- Motorblock über die Brennräume währenddessen mit Diesel gefüllt (Tip vom Motorenbauer). Es hat Taaaage gedauert, bis der Füllstand in den Brennräumen mal abgesackt ist. Bis ich 7 Liter Diesel im Motorblock hatte vergingen mehrere Wochen. Also konnten die Kolbenringe schonmal nicht schlecht sein.
- überarbeiteten Zylinderkopf mit neuer Kopfdichtung eingebaut, alles und jede Schraube in vorgeschriebener Reihenfolge und mit vorgeschriebenem Drehmoment angezogen. So hab ich das bei
allen Schrauben gemacht, damit ich auf der sicheren Seite bin (ausser irgendwelche 5er Masseschrauben oder sowas...)
- 1.9er Motor in meinen Mazda eingebaut, alles angeschlossen und laufen lassen. Alles entlüftet und so weiter. Aber seit Anbeginn tut er im kalten Zustand
extrem weiß qualmen und im warmen Zustand dann
bläulicher Rauch . Zudem steht der Zündverteiler auf Anschlag bei Frühzündung, da des Gemisch wohl sonst gar nicht zündbar wäre. Hatte (wg der Frühzündung) einen auch falsch aufgelegten Zahnriemen in Verdacht. Und trotz allem: Er hatte Leistung.
Nach ein paar Testfahrten steht fest: Der schluckt fast mehr Öl als Benzin. Auch der weiße Qualm beim Kaltstart ist verbranntes Öl, denn er zieht sich kein Tropfen Wasser. Also ich zu mir in die Arbeit (Mazda Autohaus) gefahren und die Kollegen mal drüberschauen lassen, ob die was finden. Zahnriemen stimmt soweit, Kompression hat er auch (bei der Menge an Öl im Brennraum ja sowieso). Alle 4 Brennräume sind mit Öl geflutet. Und da er vorher ja wirklich kein Öl verbrannt hat, muss der Fehler in den Teilen liegen wo etwas geändert wurde. Fällt also somit nur der Zylinderkopf ins Visier (Kopfdichtung, Schaftdichtungen, ..).
Lösungsvorschlag 1: Also hatten wir einen Einbaufehler der Ventilschaftdichtungen im Visier, ergo 16 neue Original Mazda Ventilschaftdichtungen (130,- €...) gekauft und von den Kollegen verbauen lassen. Resultat: Er qualmt noch genauso! Gut, das ganze Öl muss ja erstmal wieder aus dem Auspuff raus, denn selbst in den Siebeinsätzen der Endrohre stand das Öl drin. Daher haben wir ihn 5-10 Minuten laufen lassen und hin und wieder bei erhöhter Drehzahl gehalten. Ende vom Lied: Es fehlt 1 Liter Öl in der Ölwanne und die Brennräume sind wieder mit Öl geflutet. Das wars also nicht!
Lösungsvorschlag 2: Kopfdichtung (warum auch immer) undicht, kaputt oder sonstwas. Kopf runtergebaut und gesehen - alles in Butter. Die Dichtflächen rund um die Brennräume sind alle trocken und auch sonst ist nirgends eine Undichtigkeit sichtbar. Der Zylinderkopf auch "plan" geplant, zumindest soviel uns unser Haarlinieal verrät. Die wars also auch nicht.
Wir sind irgendwie alle am Ende mit unserem Latein! Es kann doch nicht sein, dass man nicht herausfindet woher das ganze Öl kommt. Die Kolbenringe können wir echt ausschließen. Wenn die (bei 150.000km) so schlecht wären, dann hätten die auch vorher schon etwas Öl verbrannt. Und ich glaube auch nicht daran, zumal die Tagelang den Diesel gehalten haben und warum sollten die Ölabstreifringe mit einmal so extrem kaputt gehen, vorallem auf allen 4 Töpfen...
Ich bin ratlos. Das schlimme ist, es ist mein Winterauto und der Sommerwagen ist ab 1. November nicht mehr zugelassen. Unser ganzes Werkstatt-Team steht vor meinem zerlegten Motor und keiner weiß warum der soviel Öl durchzieht und woher es überhaupt kommt...
Liebe Grüße, Toni